Akkordeon

Einstiegsalter: Das Akkordeonspiel kann grundsätzlich in jedem Alter erlernt werden.
Mit einem Instrument in entsprechender Größe kann schon ab ca. 4 Jahren mit dem Unterricht begonnen werden, als besonders geeignet erweist sich ein Einstieg etwa ab der 2. Volksschulklasse. Eine musikalische Vorbildung in einer Elementaren Früherziehungsklasse wäre von Vorteil, ist aber nicht Bedingung.
Musikstile: Akkordeon ist ein Universalinstrument: Von Volks- und Unterhaltungsmusik, Tango, Jazz, Pop, Balkanmusik, Klezmer und Bearbeitungen aus allen Musikepochen bis hin zu Kompositionen der klassischen Moderne steht eine große Auswahl an Literatur zur Verfügung.
Es kann solistisch, gemeinsam mit anderen Instrumenten oder im Akkordeonensemble gespielt werden, wobei auch hier verschiedenste Stilrichtungen möglich sind.
Unterrichtsformen: Akkordeon wird im Einzelunterricht oder Gruppenunterricht angeboten. Die Einteilung erfolgt von der Lehrperson nach pädagogischen Überlegungen.
Daneben ist das Musizieren im Akkordeonensemble bzw. Akkordeonorchester oder in fächerübergreifenden Gruppierungen möglich.
Instrument: Instrumente mit Standardbass haben auf der rechten Seite Tasten oder Knöpfe für die Melodie und auf der linken Knöpfe für die Bässe; die Instrumente eignen sich gut für Popular-, Volks- und Tanzmusik, aber auch für Transkriptionen aus dem Bereich der klassischen Musik und für zeitgenössische Musik.
Sogenannte Convertor-Modelle eröffnen neue Möglichkeiten: Mit den Bassknöpfen können nicht nur Akkorde, sondern auch einzelne Basstöne gespielt werden. Durch ihre Vielseitigkeit eigenen sie sich besonders für die klassische und zeitgenössische Literatur.
Der Unterrichtsbeginn ist mit beiden Modellen möglich, es gibt Instrumente in verschiedenen Größen.
Idealerweise sollte vor der Instrumentenbeschaffung mit der Lehrperson Kontakt aufgenommen werden.

Diatonische Ziehharmonika

Die diatonische Ziehharmonika ist eines der wohl prägendsten Instrumente der Volksmusik im gesamten Alpenraum. Sie ist sowohl solistisch als auch in Ensembles hervorragend einsetzbar und erfreut sich nicht zuletzt deshalb großer Beliebtheit. Die elementare Basis des Spielgutes bildet die tradierte alpenländische Volksmusik, es ist aber durchaus möglich, neue Stilrichtungen (Jazz, Choräle,...) mit diesem Instrument zu spielen.
Gemessen mit anderen Instrumenten ist die diatonische Ziehharmonika ein relativ „junges“ Instrument. So wurde 1829 in Wien der erste Vorläufer der heutigen Instrumente unter dem Namen „Accordion“ als Patent angemeldet.
Einstiegsalter: Die diatonische Ziehharmonika kann grundsätzlich ab dem 7. Lebensjahr (körperliche Eignung vorausgesetzt) erlernt werden. Auch Erwachsene können dieses Instrument noch erlernen.
Unterrichtsform: Die ursprünglichste Methode dieses Instrument zu erlernen basiert auf dem Prinzip Hören und Nachspielen. Dadurch konnten zahlreiche regional unterschiedliche Stile bis heute erhalten sowie auch weiterentwickelt werden („Muttersprachen Methode“). Neben dieser Unterrichtsform wird auch der Unterricht nach Griffschrift (spezielle Notation für die diat. Ziehharmonika) und Normalnotation angeboten.
Der Unterricht kann sowohl im Einzel- als auch im Gruppenunterricht erfolgen.
Instrumente: Die Anschaffung erfolgt durch Kauf bzw. durch Mietkauf bei einem Harmonikahersteller oder einem Musikfachgeschäft. Einige Landesmusikschulen bieten auch Leihinstrumente an, welche gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden können.
Es wird empfohlen, sich vor dem Kauf eines Instrumentes an die zukünftige Lehrperson zu wenden, die sie gerne beraten wird, ein passendes Instrument zu finden.

Klavier

Voraussetzungen: Für das Klavierspiel gibt es keine körperlichen Grundvoraussetzungen.
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, aber von Vorteil (etwa der vorherige Besuch der Musikalischen Früherziehung).
Einstiegsalter: Das Erlernen des Klavierspielens ist grundsätzlich ab einem sehr frühen Alter (ab etwa 5 Jahren) bis ins hohe Alter möglich.
Sehr gut ist ein Einstieg etwa ab der zweiten Klasse Volksschule (also mit ca. 7 oder 8 Jahren), wobei ein vorheriger Besuch der Musikalischen Früherziehung von Vorteil ist.
Musikstile: Das Repertoire beim Klavierspiel reicht über fünf Jahrhunderte, von der Alten Musik bis zu Kompositionen der Gegenwart, und schließt Improvisation und den Bereich der Popularmusik mit ein.
Das Klavier hat seinen Platz beim Solospiel ebenso wie in der Kammermusik, in der Liedbegleitung, bei Bands und Jazzformationen.
Unterrichtsformen: Die zentrale Unterrichtsform ist der Einzelunterricht, daneben spielt aber auch das gemeinsame Musizieren (vom vierhändigen Klavierspiel bis hin zur Mitwirkung in größeren Ensembles) eine wichtige Rolle.
Instrument: Beim Beginn des Klavierunterrichts ist die Auswahl eines geeigneten Instruments besonders wichtig. Empfohlen wird die Anschaffung eines mechanischen Instruments, also eines Pianinos oder Flügels, da beim Spiel auf einem mechanischen Klavier Anschlag, Saitenschwingung und Resonanz auf natürliche Art und Weise zusammenwirken.
Bei einem Ankauf eines Klaviers ist eine Beratung durch die Lehrkraft unbedingt empfehlenswert.

Orgel

Voraussetzung: Das Spiel auf der Orgel (der sogenannten Pfeifen- oder Kirchenorgel) verlangt eine bestimmte Körpergröße, da man mit den Füßen das Pedal erreichen muss.
Das gleichzeitige Spiel auf 2 Manualen und Pedal (also die Koordination von Händen und Füßen) und das Lesen von drei Systemen stellen erhebliche Anforderungen an die Schüler/innen dar, Vorkenntnisse durch Klavier oder Cembalounterricht sind daher von Vorteil.
Einstiegsalter: Ab ca. 10 Jahren kann mit dem Unterricht begonnen werden, Vorkenntnisse am Klavier sind sehr wünschenswert, jedoch nicht unbedingt notwendig. Ambitionierten Schüler/innen wird ein parallel laufender Klavierunterricht empfohlen.
Musikstile: Auf der Orgel ist eine große Bandbreite an Repertoire – auch in der Unterstufe – problemlos realisierbar.
Die Literatur für Pfeifenorgel umfasst Musik von der Renaissance bis in die Moderne, das Erlernen von Kirchenliedbegleitung hat ebenso Platz wie die einfache Improvisation. Möglichkeiten zum Musizieren mit anderen bieten sich in der Kirchenmusik, z.B. in Zusammenarbeit mit Kirchenchören, für Kammermusik mit anderen Instrumenten ist die Orgel ebenfalls sehr gut geeignet.
Unterrichtsformen: Den größten und bedeutendsten Teil nimmt im Musikschulbereich das solistische Orgelspiel ein, das durch die Bereiche Orgel-Kammermusik und Liturgisches Orgelspiel ergänzt wird.
Instrument: Der Klang bei der Orgel wird durch Pfeifen erzeugt, die durch einen "Orgelwind" genannten Luftstrom angeblasen werden. Zur Abgrenzung gegenüber elektronischen Orgeln wird sie daher auch Pfeifenorgel genannt.
Der Unterricht findet normalerweise in einer geeigneten Kirche statt, in manchen Landesmusikschulen gibt es eine Orgel im Schulgebäude oder eine Digitalorgel.
Üben: Da im Falle eines Unterrichtseintrittes ein geeignetes Instrument zum Üben zur Verfügung stehen muss, ist zu beachten, dass rechtzeitig entsprechende Vorkehrungen zu treffen sind.
Grundsätzlich sollte an einer Kirchenorgel geübt werden.

Adresse

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Weilhartstraße 51
5121 Ostermiething
Tel. 06278/6374
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Direktion | Dir. Mag. Silvia Reith-Höfer

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